Damit die Feuerlage in der Spur bleibt

Eine gleichmäßige Verteilung der Temperatur im Feuerraum hat viele Vorteile. Sie ermöglicht schärfere Fahrweisen und damit einen höheren Wirkungsgrad. Sie mindert Korrosion und Verschmutzung am Dampferzeuger und ist Voraussetzung für hohe Entstickungsgrade und niedrige Verbrauchswerte in der SNCR.

Die lokalen Gastemperaturen über der Feuerung sind ein empfindlicher und verlässlicher Indikator für die lokale Stöchiometrie. Damit zeichnen sie ein wichtiges Bild über die notwendige Sauerstoffzufuhr, denn Temperaturschieflagen sind immer auch gleichbedeutend mit Schieflagen im Sauerstoffgehalt.

Weniger Schieflagen – gleichmäßigere Sauerstoffkonzentration – geringere Abgasverluste

Durch die aktive Feuerlageregelung werden Temperaturschieflagen ausgeregelt. Die Folge ist eine gleichmäßigere Sauerstoffkonzentration im Feuerraum. Bereiche mit Sauerstoffmangel verschwinden. Nun kann der mittlere Sauerstoffüberschuss reduziert werden – ohne Einbußen bei der Ausbrandgüte. Da bei geregelter Feuerlage dauerhaft weniger Verbrennungsluft erforderlich ist, sinken die Abgasverluste des Kessels und der Wirkungsgrad der Anlage steigt.

Schärfere Feuerleistungsregelung möglich

Die Reduzierung der Luftmenge ist auch der Schlüssel zu einer schärferen Feuerleistungsregelung in Verbrennungsanlagen. Mit agam ausgestattete Rost- und Drehrohrfeuerungen fahren mit der Primärluft eine Stöchiometrie nahe eins. Der Gasausbrand wird durch eine aktive, temperaturgesteuerte Sekundärluftregie sichergestellt.

Geringere Einspritzwassermenge durch gleichmäßigere Dampfparameter

Neben den geringeren Abgasverlusten lassen sich durch eine gezielte Trimmung der Feuerlage auch gleichmäßigere Dampfparameter erreichen. Die Einspritzwassermenge sinkt und der Wirkungsgrad steigt. Die Kraftwerke Schwarze Pumpe, Lippendorf und Boxberg mit Leistungen zwischen 800 und 950 MW haben mit agam hier signifikante Verbesserungen erreicht.

Wirkungsgradverbesserung um 0,5 % 

Im EDF-Kraftwerk Rybnik arbeitet agam mit einem Optimierungssystem der Firma Emerson zusammen. Das System verschiebt die Feuerung so, dass CO- und NOx-Emissionen, Luftzahl und Dampfparameter im betrieblichen Optimum liegen. Die EDF Polska nennt eine Wirkungsgradsteigerung von 0,5 % und berichtet über reduzierte Emissionen und weniger unverbrannte Reste in der Asche. Für das Kraftwerk Rybnik entspricht das einer Einsparung von 3.000 Tonnen Kohle und 6.000 Tonnen CO2 pro Jahr.

Bis zu 40 % weniger SNCR-Additive

Eine gleichmäßige Feuerlage und eine daraus resultierende bessere Verbrennung führen immer zu einer Senkung des Additivverbrauchs in der SNCR. Einsparungen von 20-40 % werden regelmäßig beobachtet. So ließ sich im EBS-Kraftwerk Weener der Additivverbrauch um 30 % senken, indem die Temperaturschieflage im Feuerraum um 80 °C reduziert wurde.

Verbesserungen in der MVA Moerdijk

Die MVA Moerdijk setzt auf eine automatisierte Feuerlageregelung und erzielt damit folgende Verbesserungen:

  • 60-90 % weniger Korrosion
  • 8 % mehr Durchsatz
  • 6 % höhere Verfügbarkeit
  • 54 % weniger Erdgasverbrauch
  • 2 % geringerer elektrischer Eigenbedarf
  • 29 % weniger Ammoniakverbrauch für die SNCR

Präzise und hochauflösende Gastemperaturwerte ermöglichen optimale Feuerlageregelung

Unsere akustische Gastemperaturmessung agam liefert präzise und verlässliche Werte für die Verteilung der Gastemperatur über der Feuerung. agam liefert ein zweidimensionales Bild der Gastemperatur und diagnostiziert damit Schieflagen in der Feuerung. Schnell und präzise, damit rechtzeitig gegengesteuert werden kann und die Feuerlage in der Spur bleibt.